DER ZOPF. LAETITIA COLOMBANI.

INFOS

Übersetzt von: Claudia Marquardt
Erschienen: 21/03/18
Verlag: S. Fischer
Seitenzahl: 288
ISBN: 978-3103973518
Preis: 20,00€ [D]

Leseprobe

ZUR AUTORIN

Laetitia Colombani wurde 1976 in Bordeaux geboren, sie ist Filmschauspielerin und Regisseurin. »Der Zopf« ist ihr erster Roman und sorgte gleich nach Erscheinen für internationales Aufsehen. Der Roman steht seit Erscheinen weit oben auf der amazon-Bestsellerliste und erscheint in 27 Ländern. Die Filmrechte sind bereits vergeben. Laetitia Colombani lebt in Paris.

Quelle: S. Fischer

INHALT

In Indien kämpft Smita um die Zukunft ihrer Tochter. Dabei wünscht sie sich nichts sehnlicher, als dass die kleine Lalita ihrem Schicksal als Unberührbare eines Tages entfliehen kann.

Zur selben Zeit bangt auch Giulia in Sizilien um ein Leben – das Leben ihres Vaters. Und während sie nur darauf hofft, dass er so bald wie möglich aufwachen möge, stolpert sie über ein Geheimnis, dass ihre Zukunft für immer verändern wird.

In Montreal investiert die ehrgeizige Sarah seit jeher alles für ihre Karriere und das mit Erfolg. Kurz vor ihrem großen Durchbruch jedoch, tut sich ein Abgrund auf, den die Staranwältin nicht hat kommen sehen.

Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten stehen vor einem Wendepunkt in ihrem Leben, der dazu führen wird, dass ihre Schicksale in Zukunft für immer miteinander verwoben bleiben.

MEINUNG

Als ich zu Jahresbeginn von Laetitia Colombanis Werk hörte, war für mich klar: das muss ich lesen. Gesagt, getan.

In ihrem Roman verflicht Laetitia Colombani drei Schicksale dreier Frauen aus drei unterschiedlichen Kontinenten miteinander. Smita, Sarah und Giula könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch gibt es etwas, das sie alle miteinander verbindet.

Ein wunderbar eingängiger Schreibstil führt den Leser dabei durch die Leben der drei Frauen. Im Wechsel begleitet man diese durch ihren Alltag, erhascht Einblicke in ihre Gedankenwelt und wird als stiller Beobachter Teil der Verstrickungen dreier Schicksale.

Angesichts der Kürze des Romans war ich zunächst skeptisch – immerhin waren drei Geschichten zu erzählen. Nach Beenden des Buches allerdings hatte habe ich das Gefühl, dass eine Stärke des Romans auch die Kürze seiner Erzählung/en war. Jeder Charakter, jeder Moment, jedes Ereignis, jede Wendung blieb so hängen. Während man sich bei umfassenderen Werken häufig an irrelevanten Details aufhängt und zentrale Elemente in den Hintergrund geraten, war dies hier definitiv nicht der Fall. Auch Wochen nach dem Lesen des Romans ist die Geschichte in meinem Kopf ebenso präsent wie direkt nachdem ich das Buch zugeschlagen hatte.

Die Autorin öffnet dem Leser die Augen für die Tragik, aber auch für die Schönheit des Lebens. Durch die Geschichte von Smita, Sarah und Giulia wird wieder einmal deutlich, dass ein jeder sein Päckchen zu tragen hat – doch die Hoffnung aufzugeben ist der falsche Weg. Vielmehr gilt es sich den Widrigkeiten des menschlichen Daseins zu stellen und für seine Träume zu kämpfen.

Der Zopf ist ein unglaublich schöner und tiefgründiger Roman, den ich allen Interessierten nur ans Herz legen kann.

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Vielen Dank an den S. Fischer Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars! 

2 Kommentare

  1. 24. März 2018 / 10:34

    Ich habs gestern fertig gelesen und war auch sehr begeistert. 😊
    Tolles Foto übrigens, mit deinem “Zopf”. 😉

    • Sandrine
      Autor
      24. März 2018 / 19:10

      Ohja, das glaub ich dir zu gerne. Soviel Wahrheit in einem so kurzen Buch. 🙂
      Ich werde es sicher auch nochmal lesen.
      Danke dir! 🙂

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