UNDERGROUND RAILROAD. COLSON WHITEHEAD.

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INFOS

Erschienen: 21/08/17
Verlag: Carl Hanser
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3446256552
Preis: 24,00€ [D]
Leseprobe

INHALT

Cora ist noch ein Kind als ihre Mutter sie verlässt, um als freier Mensch zu leben. Und so bleibt der kleinen Cora nichts weiter übrig als sich Tag für Tag alleine durchzuschlagen und ihren Platz auf der Baumwollplantage zu verteidigen, der das Einzige bisschen etwas zu sein scheint, das ihr gehört.

Als Caesar, ein Sklave vom selben Gut, ihr den Vorschlag macht gemeinsam zu fliehen zögert Cora. Doch die Aussicht auf ein Leben in Freiheit erscheint zu vielversprechend, um die Flucht der Gefahren wegen nicht zu wagen.

MEINUNG

Mit Pulitzer-Preisträgern hatte ich bisher wenig Glück: Nur in den seltensten Fällen sagte mir das Buch zu. Doch diesmal kam es anders.

Ich gebe zu, es war nicht der Pulitzer-Preis, der mich auf das Buch aufmerksam machte, sondern der unglaublich schön gestaltete Einband. Nach Lesen des Klappentextes war dann klar: dieses Buch musste ich lesen. Gesagt, getan.

Schon der Einstieg in das Buch gefiel mir besonders gut. In ein paar einleitenden Worten verortet Julia Schröder (freie Journalistin und Literaturkritikerin) den Roman historisch und schafft so ein (sehr grobes) Grundverständnis für Meilensteine in der Geschichte der Sklaverei. Es folgt ein Interview mit Colson Whitehead, in welchem der Autor dem Leser einige Hintergrundinformationen zur Entstehung des Romans mit an die Hand gibt. Bestens informiert kann das Leseerlebnis nun beginnen.

Das Buch ist untergliedert in zwölf Abschnitte, die jeweils dazu dienen etwas über die Charaktere und Orte der Geschichte zu offenbaren. Mit der Geschichte von Coras Großmutter soll alles beginnen – mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

An Coras Seite wird der Leser im Verlaufe des Geschehens Zeuge abscheulicher Gräuel und sanft leuchtender Hoffnungsschimmer. Doch meint man einen Silberstreifen am Horizont zu erkennen, so scheint er im selben Moment bereits wieder verschwunden.

Coras Weg ist kein leichter und doch scheint nichts und niemand sie an ihren Plänen, den Weg in die Freiheit zu finden, hindern zu können. Mehrfach wird die Protagonistin in die Knie gezwungen, doch niemals verliert sie den Boden unter den Füßen.

So bedrückend die Geschehnisse im Verlauf des Buches auch sind – Cora bewahrt sich den Glauben an eine bessere Zukunft und schafft es so, dass der kleine Funken Hoffnung auch beim Leser nicht verglüht.

Ein Buch, das definitiv eine Leseempfehlung wert ist.

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Vielen Dank an den Hanser Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

 

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